Hintergrundinformationen zum Konzert
A VERY BRITISH SPRING CONCERT
Gustav Holst: Brook Green Suite
Die Brook Green Suite entstand 1933 kurz vor Holsts Tod. Die Suite komponierte Holst für das «St. Paul’s Girl’s School Orchestra» in London, wo Holst selbst als Lehrer tätig war. Das Werk wurde nach der Strasse «Brook Green» benannt, die sich in der Nähe der Schule befand. Die Suite wird eröffnet durch den leichtfüssigen ersten Satz «Prelude», der mit einem charmanten Pizzicato- Schlussteil endet. Der zweite Satz «Air» erinnert an ein englisches Volkslied, dessen Melodien friedlich und liebevoll erklingen. «Dance», der beschwingte dritte Satz, rundet die Suite tänzerisch-feierlich ab.
Karl Jenkins: Palladio 1.Satz
Karl Jenkins komponierte «Palladio» im Jahr 1996, inspiriert durch die Architektur des Renaissance-Architekten Andrea Palladio. Die rhythmische Strenge erinnert an die präzisen Bauten Palladios. Mathematische Proportionen, Harmonie und Ordnung bestimmen diesen Satz. Zwei Soloviolinen schenken dem Satz, der sonst stets die eiserne Strenge bewahrt, frühlingshafte Wärme, bevor das Ende mit spannungsgeladenen Akzenten und grossem Klangvolumen erreicht wird.
Edward Elgar: Serenade für Streichorchester op. 20 e-Moll
Die Serenade für Streichorchester wurde 1896 uraufgeführt und zählt zu Elgars Frühwerk. Der erste Satz «Allegro piacevole» eröffnet das Werk elegant-tänzerisch im 6/8-Takt und stellt melancholische Melodien vor, die wiederholt von rhythmischen Motiven durchbrochen werden. Der eher in dunklen Klangfarben erklingende erste Satz wird abgelöst vom Trost spendenden zweiten Satz. Dieser wirkt, mit seinen singenden Melodien und lieblich-sanften Passagen, wie eine klangliche Umarmung. Der dritte Satz scheint sich anfangs gänzlich von jeglicher Melancholie befreit zu haben, denn die Melodien im 12/8-Takt wirken schwungvoll und leicht. Doch gegen Ende nimmt der Satz dunkle Motive aus dem ersten Satz auf und so endet das Werk in hoffnungsvollem Dur, doch nicht ohne schlummerndes Unheil.
THE BEATLES FOREVER A Medley including: Lady Madonna - Michelle - Sgt. Pepper’s Lonely Heart Club Band (Words and Music by John Lennon and Paul McCartney, Arr. Larry Moore)
«The Beatles», bestehend aus John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, gehören zu den einflussreichsten Bands der Musikgeschichte. Die aus Liverpool stammende Band prägte in den 1960er-Jahren die Pop- und Rockmusik mit über 200 Songs. Darunter «Lady Madonna», ein vom Boogie-Woggie inspirierter Song, «Michelle», eine ruhige, melodische Ballade und «Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band», ein Song, der für die experimentelle Phase der Beatles steht.
Edward Elgar: Elegy op. 58
Elgar komponierte die Elegy im Jahr 1909 nach dem Tod eines ihm nahestehenden Freundes. Anhand des Komponierens der Elegy drückte Elgar seine Trauer aus und verarbeitete den Verlust. Es erklingen von nah und fern, in klagendem Fortissimo und gehauchtem Pianissimo, schwermütige Melodien und dunkle Harmonien. Von den tiefen Registern gespielt, erklingen ab und zu Klänge, die an fallende Tränentropfen erinnern: Abgesetzte, leise Töne, die einen Kontrast darstellen zu den sonst horizontalen Klangflächen.
Peter Warlock: Capriol Suite
Warlocks Capriol Suite stammt aus dem Jahr 1926 und gilt als sein berühmtestes Werk. Inspiriert sind die sechs Sätze durch Tanzmusik aus der Renaissance- Zeit. Der erste Satz «Basse-Dance» eröffnet die Suite mit einem königlichen, stolzen Tanz im 3/4-Takt. Es folgt der zweite Satz «Pavane», ein langsamer, feierlicher Schreittanz italienisch-spanischer Herkunft. «Tordion», der aufgeweckte, schelmisch wirkende dritte Satz, ist ursprünglich ein Tanz, der mit kleinen, eleganten Schritten getanzt wird. Der muntere vierte Satz «Bransles» ist ein volkstümlicher Rundtanz und wird in Reihen getanzt. Der fünfte Satz «Pieds-en-l’air», mit der Überschrift «Andantino tranquillo», bringt Ruhe in die Suite. Es erklingen friedliche, gesangliche Melodien im 9/4-Takt. Kontrastierend dazu erklingt der feierliche sechste Satz «Mattachins (Sword Dance)», der mit viel Lebendigkeit die Suite «con tutta forza» mit kräftigem Schwung abschliesst.
Elton John: Crocodile Rock
Elton John (*1947) ist ein britischer Sänger, Pianist und Komponist, der seit den 1970ern zu den erfolgreichsten Künstlern der Popmusik zählt. «Crocodile Rock» entstand 1972 und zählt zu seinen bekanntesten Songs. Das Lied ist eine Hommage an den Rock’n’Roll und erzählt von der Jugendzeit und junger Liebe.




